Krippen
 
Die Westfälische Heimatkrippe
Ab dem zweiten Adventswochenende lässt sich in Soest eine außergewöhnliche Krippendarstellung bestaunen:
Die Westfälische Krippe in St. Patrokli. Sie
zählt zu den größten und außergewöhnlichsten ihrer Art und ist von allen
Seiten einsehbar.
Die Westfälische Heimatkrippe in St.Patrokli ist etwas ganz Besonderes. Hier ist kein Stall im eigentlichen Sinne dargestellt, sondern ein für die Soester Börde typisches, westfälisches Bauernhaus, das als Unterkunft für die Heilige Familie dient. Dazu gehören eine Hofanlage, ein Brunnen und ein Bachlauf, Wirtschaftsgebäude sowie landwirtschaftliche und häusliche Geräte.
Die Westfälische Krippe in St. Patrokli zählt zu den größten und realistischsten Anlagen dieser Art. Der Aufbau beginnt jährlich ca. drei bis vier Wochen vor Weihnachten. Der eigentliche Reiz liegt jedoch in der sich täglich ändernden Szenerie ab kurz vor Weihnachten. Erst steht die Szene mit den Hirten im Vordergrund, dann die Geburt des Jesus-Kindes und anschließend erscheinen die Heiligen Drei Könige am Stall. Die Krippe ist übrigens von allen Seiten einzusehen.
Innerhalb der regulären Öffnungszeiten von St. Patrokli kann die Krippe vom zweiten Adventswochenende bis zum 2. Februar besichtigt werden. Das Seitenportal ist tagsüber durchgehend geöffnet.
Die große Krippe in St. Petri
Alljährlich wird in der Adventszeit die große Weihnachtskrippe im Chorraum der St. Petrikirche aufgebaut. Ist die typisch westfälische Landschaft mit dem liebevoll in Fachwerkoptik gestalteten Stall und dem Wirtshaus zunächst bis auf den Wirt, das Vieh und einige Hirten noch leer, so wird sie im Laufe der Adventszeit um mehr und mehr Figuren erweitert, bis schließlich kurz vor Weihnachten auch die heilige Familie und die drei Könige hinzukommen. Auf diese Weise lässt sich die Weihnachtsgeschichte gerade auch für Kinder gut nachvollziehen. Die handgeschnitzten Figuren, die von dem Sendener Hellmuth Gebhardt erschaffen wurden, und die Kulisse, die vom Soester Dietrich Borris hergestellt wurde, werden in jedem Jahr in anderer Weise arrangiert, sodass es bei einem Besuch immer wieder Neues zu entdecken gibt. Die Krippe bleibt bis zum Fest Mariä Lichtmess (2. Februar) stehen, welches traditionell das Ende der Weihnachtszeit markiert.
Krippen & Kunst
Fritz Risken im Atelier Brunsteinkapelle
Schonekindstraße 32
An allen vier Adventssonntagen öffnet der Soester Künstler Fritz Risken sein Atelier in der Brunsteinkapelle und zeigt ca. 100 Krippen aus aller Welt, aber auch seine aktuellen Arbeiten.
Seit neun Jahren hat Fritz Risken in der Brunsteinkapelle sein Atelier eingerichtet. Auch wenn er sich schon früher, wenn auch nicht ausschließlich, mit mittelalterlichen Flügelaltarbildern beschäftigt hat, so sind "Kunst und Kirche" in diesem Fall eine ganz besondere Verbindung eingegangen, die durch Lesungen, Konzerte und Ausstellungen auf sich aufmerksam macht.
Die ungewöhnliche Nutzung der ehemaligen Kapelle ist durch das große persönliche Engagement und die interessanten Ideen von Fritz Risken auf wunderbare Weise gelungen. Das historische Gebäude konnte damit einer anspruchsvollen, ansprechenden und zeitgerechten Verwendung zugeführt werden.

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Weihnachtliches Soest


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